Verantwortungsvolles Spielen: Ihre persönliche Selbstverpflichtung
Jedes Spiel hat Regeln, und die wichtigste stellen Sie selbst auf. In einem Chicken Road Casino gibt der Anbieter die technischen Abläufe vor, Ihr Verhalten bestimmen jedoch allein Sie. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Glücksspiel kann süchtig machen, und Verluste sind ein fester Teil davon. Es ist Unterhaltung für freie Stunden und kein Weg, Geld zu verdienen. Wer das akzeptiert, kann sich eine Selbstverpflichtung geben, die vor spontanen Entscheidungen schützt.
Eine solche Verpflichtung besteht aus wenigen Sätzen. Sie legen Budget, Zeit und Abbruchzeichen fest und schreiben sie auf. Zu den Punkten, die hineingehören, zählen Budget, Zeit und Abbruchzeichen. Hinzu kommen Schutzsysteme in Deutschland und Stellen, die helfen.
Erste Frage: Woran erkenne ich ein Problem?
Ein Problem zeigt sich selten auf einmal. Betroffene erklären sich jede Auffälligkeit zunächst als Ausnahme. Häufiger sammeln sich über Wochen kleine Auffälligkeiten an, die erst im Rückblick zusammenpassen. Beobachten Sie, ob folgende Aussagen auf Sie zutreffen:
- Ich habe schon mehr Geld verspielt, als ich mir leisten kann.
- Ich spiele länger, als ich es mir vorgenommen habe.
- Ich verheimliche anderen, wie oft und wie hoch ich spiele.
- Ich fühle mich ohne Spiel unruhig oder niedergeschlagen.
- Ich spiele weiter, um Verluste wieder hereinzuholen.
Schon eine Antwort mit Ja sollte Anlass zum Nachdenken sein. Wenn Sie sich zu Einsatz, Auszahlung und Begriffen informieren möchten, helfen die Chicken Road Spielregeln weiter. Für persönliche Schwierigkeiten sind sie jedoch nicht gedacht. Hier gilt: Je eher Sie sich Rat holen, desto mehr Spielraum haben Sie, etwas zu ändern. Auch ein ehrliches Gespräch mit Freunden kann ein erster Schritt sein. Vorwürfe an sich selbst helfen dagegen nicht weiter.
Zweite Frage: Wie viel darf das Spielen kosten?
Dafür gibt es eine einfache Rechnung. Nehmen Sie den Betrag, den Sie für Freizeit ausgeben können, ohne dass etwas anderes darunter leidet. Angenommen, das sind 90 € für eine Sitzung. Bei 1,50 € Einsatz je Runde reicht das für bis zu 60 Runden. Als Verlustgrenze setzen Sie 30 %, das sind 27 €. Wenn diese Summe erreicht ist, beenden Sie die Sitzung ohne Ausnahme.
Die Grenze gilt auch dann, wenn die letzte Runde knapp war. Gerade knappe Ergebnisse verführen dazu, noch einen Versuch zu wagen. Dahinter steckt der Gedanke, der Ausgleich sei nah, doch der Zufall folgt keinem Plan. Schreiben Sie die 27 € in Ihre Selbstverpflichtung und lesen Sie sie vor jeder Sitzung.
Prüfen Sie außerdem, wie Aktionen Ihr Budget beeinflussen. Bei Chicken Road Freispiele und ähnlichen Angeboten sind meist Bedingungen verknüpft, etwa ein Umsatz, der erst erfüllt sein muss. Dafür setzen Sie in der Regel mehr ein, als Sie ursprünglich vorhatten. Ein Einzahlungslimit beim Anbieter hilft, die Gesamtsumme im Blick zu behalten. Legen Sie es fest, bevor Sie das erste Mal einzahlen.
Rechnen Sie außerdem mit einem Puffer für den Alltag. Das Spielbudget darf nie aus Geld bestehen, das für Fixkosten vorgesehen ist. Trennen Sie es auf dem Konto sichtbar vom übrigen Geld, etwa mit einer eigenen Zahlungsart. Je klarer die Trennung, desto schwerer lässt sich das Limit unbemerkt verschieben. Stellen Sie sich vor jeder Einzahlung die Frage, ob Sie den Betrag auch dann verschmerzen, wenn er vollständig verloren geht.
Dritte Frage: Wann mache ich Pause?
Tragen Sie in die Selbstverpflichtung eine feste Spielzeit ein, zum Beispiel 45 Minuten. Danach folgt eine Pause von mindestens zehn Minuten. Nutzen Sie sie für Bewegung, ein Glas Wasser oder ein Gespräch. Fällt es Ihnen schwer, die Pause einzuhalten, ist das ein ernstes Zeichen.
Wer nach einer Chicken Road Taktik sucht, sollte wissen, dass sich der Ausgang nicht steuern lässt. Eine Vorhersage ist nicht möglich. Nützlich ist allein die Taktik, Geld und Zeit zu begrenzen. Spielen Sie nie, um Verluste zurückzuholen, und lassen Sie die Finger vom Spiel, wenn Sie müde, gestresst oder alkoholisiert sind.
Zur Selbstverpflichtung gehört auch, was Sie nach dem Spielen tun. Notieren Sie Einsatz und Ergebnis, damit die Zahlen nicht verschwimmen. Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens über Ihre Regeln. Wer die eigenen Vorsätze laut ausspricht, hält sie leichter ein. Wiederholen Sie die Selbstverpflichtung regelmäßig und passen Sie sie an Ihre Lebenslage an. Ändern sich Einkommen oder Pläne, sollte sich auch das Budget ändern, und zwar nach unten, wenn es enger wird.
Vierte Frage: Was schützt mich zusätzlich?
In Deutschland gibt es die Sperrdatei OASIS. Wer sich eintragen lässt, wird von angeschlossenen Anbietern nicht mehr zum Spiel zugelassen. Sie können diese Sperre selbst veranlassen. Sie ist ein Hilfsmittel für Phasen, in denen die eigenen Regeln nicht mehr tragen. Eine Sperre bleibt für einen festgelegten Zeitraum bestehen und lässt sich nicht aus einer Laune heraus aufheben. Das macht sie zu einem verlässlichen Werkzeug, wenn der Wille wankt.
Hinzu kommt das System LUGAS mit einem Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Es betrachtet Ihre Einzahlungen bei mehreren Anbietern gemeinsam. Ob ein Anbieter an OASIS und LUGAS angeschlossen ist, hängt vom Anbieter ab. Die Vergleichsübersicht gibt die Angabe laut Anbieter wieder und bewertet sie nicht. Fragen Sie im Zweifel direkt beim Betreiber nach, welche Schutzfunktionen er vorsieht.
Fünfte Frage: Wer hilft mir weiter?
Die BZgA bietet unter check-dein-spiel.de Informationen und einen Selbsttest. Das Angebot buwei.de richtet sich an Menschen, die ihr Spielverhalten verändern wollen. Die Telefonberatung der BZgA erreichen Sie unter 0800 1 37 27 00 kostenfrei. Fachleute hören dort zu und beraten Sie zu den nächsten Schritten.
Zur Spielsucht Hilfe gehören außerdem Suchtberatungsstellen in Ihrer Nähe und Selbsthilfegruppen. Dort können Sie offen über Ihre Situation sprechen. Ein erstes Gespräch bedeutet keine Verpflichtung, und Sie entscheiden selbst, ob und wie Sie danach weitermachen. Die Beratenden arbeiten vertraulich. Nutzen Sie die Angebote, sobald Sie unsicher werden. Viele Menschen holen sich Unterstützung, lange bevor ihre Lage ernst wird, und sind damit gut beraten.
Sechste Frage: Was können Angehörige tun?
Angehörige können zuhören, ohne zu urteilen. Sprechen Sie konkrete Beobachtungen an, statt Schuld zuzuweisen. Geben Sie kein Geld, das in weitere Runden fließen könnte. Auch für Sie bestehen Beratungsangebote. Das Spielverhalten eines nahestehenden Menschen kann Sorgen und Streit auslösen. Sie müssen das nicht allein tragen, und ein Gespräch mit einer Beratungsstelle entlastet.